DGzPRsport

Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Prävention und Rehabilitation im Spitzensport e.V.


Mission

Die DGzPRsport ist eine zahnmedizinische Fachgesellschaft, die wissenschaftliche und fachliche Aufgaben auf dem Gebiet der Betreuung von Spitzensportlern übernimmt. Sie koordiniert spezifische Betreuungskonzepte und organisiert und zertifiziert fachliche Weiter- und Fortbildungen von Ärzten, Zahnärzten und Physiotherapeuten.


Sie unterstützt Sport- Team-, Turnier- und Verbandsärzte fachübergreifend in der Ausübung ihrer Tätigkeit.

Sie ist eine Gesellschaft von im Bereich des Spitzensportes besonders qualifizierten Zahnmedizinern, Medizinern und Physiotherapeuten.

Ziele

Ziel der Gesellschaft ist die dauerhafte und nachhaltige Leistungssteigerung von Spitzensportlern durch gesunderhaltende und gesundheitsfördernde zahnärztliche Betreuungskonzepte.

Im Fokus stehen hierbei z.B. Maßnahmen zur Entzündungsprävention und Strukturprophylaxe des stomatognathen Systems sowie die Verbesserung leistungsrelevanter Parameter des craniomandibulären Funktionskomplexes.

Die DGzPRsport versteht sich als lernende Gemeinschaft.


Aktuelles

April 2017


Prof. J. Dahm zum wissenschaftlichen Beirat Kardiologie/ Angiologie/ Sportmedizin berufen

Prof. Johannes Dahm wurde zum wissenschaftlichen Beirat Kardiologie, Angiologie und Sportmedizin berufen.

 

Wir sind sehr glücklich Herrn Prof. J. B. Dahm als wissenschaft. Beirat für unsere Gesellschaft gewonnen zu haben. So werden zukünftig auftretende Fragestellungen, die sich in Bereiche der Kardiologie abbilden fachlich abgedeckt sein.

 

Vita Prof. Dahm:

Nach Studium der Humanmedizin in Groningen und Facharztweiterbildung (Innere Medizin und Sportmedizin) erlangte Prof. Dr. Johannes Dahm (Jg. 1962) die Schwerpunkt-Spezialisierungen für Kardiologie und Angiologie am Herz- u. Diabetes-zentrum NRW, Bad Oeynhausen. Bis zu seinem Eintritt in das Herz- & Gefäßzentrum Göttingen im Jahr 2006 war er stellvertretender Direktor der Abteilung für Kardiologie / Angiologie im Universitäts-klinikum der Ernst Moritz Arndt Universität in Greifswald.

Neben zahlreichen Autorenschaften und Reviews (u.a. EHJ, AHJ, Circulation, JACC, CCI, VASA).

Aktivitäten: 

Seit 2011 Mitherausgeber der Zeitschrift „Aktuelle Kardiologie“ (Thieme-Verlag), Leiter der Arbeitsgruppe Angiologie des BNK, Mitglied der Task Force „Interventionelle Therapie arterieller Gefäßkrankheiten“ der DGK / DGS,
ESC-Guideline Commission Syncope,
Advisory Boards u.a. BSCI, Biotronik, diverse CEC-Commitees,
Leiter Echokardiographiekurs Ärztekammer Meck. Vorpommern
Mitgliedschaften in der Dt. Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Angiologie (DGA) und Bund Niedergelassener Kardiologen (BNK).

Als aktiver Sportler und Sportmediziner Betreuung zahlreicher Freizeit- und Leistungssportler der Region und der Basketball-Bundesligamannschaft der BG Göttingen.


Dr. K.-H. Schwetje zum Koordinator für Öffentlichkeitsarbeit Berufen

Zur Entlastung des bisherigen Pressesprechers und Koordinators für Öffentlichkeitsarbeit, Herrn Dr. Marc Hausamen, München, wurde Dr. K.-H. Schwetje zum Koordinator Öffentlichkeitsarbeit berufen.

Aufgrund seines langjährigen Engagements im Sport ist Dr. Schwetje (Sen.) ausgezeichnet vernetzt und besitzt vielfältige Kontakte bis in den Spitzensport hinein.

Als zahnärztlicher Kollege ist Herr Dr. Schwetje fachlich und kollegial sehr geschätzt. Dr. Schwetje konstituierte in seiner zahnärztlich aktiven Zeit das Zahnärztezentrum Ladeholz, dem heute das Zentrum Mitte/ Nord der DGzPRsport funktionell angegliedert ist.

 

 

 


Neues aus dem Bereich der therapie von chron. Rückenschmerzen

 

Mundbakterien machen nicht nur Schäden wie Parodontitis und Karies in der Mundhöhle (Röntgenbild links), sondern werden in vielen Fällen auch über die Blutbahn in den Organismus eingeschwemmt und verursachen mundfern viele Erkrankungen.

 

Daher gehören Fragestellungen zu schädlichen Wirkungen von Bakterien der Mundhöhle auf den Gesamtorganismus zu den derzeit meist beforschten Bereichen in der Medizin. Regelmäßig erreichen uns Studien, die die Bedeutung von entzündungsfreien Verhältnissen in der Mundhöhle unterstreichen.

So auch in der folgenden Studie.

Viel Spass beim lesen! Ist nicht nur im Spitzensport von Bedeutung!

 

 

Neue Erkenntnisse zu chronischen Rückenschmerzen

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS)
Antibiotika wirken gegen Rückenschmerzen

Dänische Wissenschaftlerin mit dem Deutschen Schmerzpreis ausgezeichnet

Frankfurt, 24. März 2017 – Für ihre revolutionären Studien zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde Dr. Hanne Albert, Odense, Dänemark, mit dem DEUTSCHEN SCHMERZPREIS – Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie ausgezeichnet. Der Preis wurde im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages 2017 in Frankfurt am Main überreicht. 

Wissenschaftlicher Träger des Preises ist die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS), der Preis wird gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga e.V. verliehen. Er wird von dem Limburger Pharmaunternehmen Mundipharma gestiftet und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Ungefähr die Hälfte der Patienten mit chronischen Schmerzen im unteren Rücken weisen bei Untersuchungen im MRT Ödeme im Knochenmark, so genannte ‚modic changes’, auf. Bei ersten Untersuchungen konnte Albert in dem nach einem Bandscheibenvorfall entnommenen Gewebe bei mehr als 50 Prozent der Patienten Bakterien nachweisen. Zu einem Großteil war das Gewebe mit P. acnes infiziert. Dieses Bakterium, das zur natürlichen Mundflora gehört, gelangt beispielsweise über kleine Verletzungen, die beim Zähneputzen entstehen, ins Blut. 

(Anmerkung d. Red.: Propionibacterium Acres ist ein Gram-Positives, anaerobes Stäbchen und Bestandteil der Zahnplaque)

Über neu gebildete Kapillaren an dem ausgetretenen Gewebe der Bandscheibe gelangen die Bakterien schließlich ins Innere der Bandscheibe und verbleiben dort auch nach einer Ausheilung des Bandscheibenvorfalls und verursachen Entzündung, Knochenödem und Schmerzen.

So entstand die Idee, in einer Pilotstudie zu testen, ob Antibiotika gegen den Bakterienbefall und damit auch gegen die Rückenschmerzen der Patienten wirken können. Bereits diese erste Studie zeigte signifikante Ergebnisse in der Verbesserung – sowohl der Schmerzsymptome als auch der funktionellen
Beschwerden der Patienten. Weitere randomisierte, placebo-kontrollierte Studien bestätigen das Ergebnis. Die Patienten erhielten über einen Zeitraum von 100 Tagen 3-mal täglich 1.000 mg Amoxicillin. Erste Effekte zeigten sich nach 6 bis 8 Wochen und setzten sich über eine Follow-up-Zeit von einem Jahr, in einer weiteren Studie sogar über zwei Jahre, fort.

Antibiotika bei „modic changes“ mit Bakteriennachweis
Auf die Frage, ob nun alle Patienten mit Schmerzen im unteren Rücken mit Antibiotika behandelt werden sollen, sagte Albert: „Nein, aber diejenigen mit ‚modic changes’, bei denen Bakterien eine Rolle spielen, profitieren enorm.“ Ein revolutionärer Ansatz in der Schmerzmedizin, der nicht nur das Leiden von Millionen von Patienten lindern könnte, sondern auch enorme Kosten aufgrund von Arbeitsunfähigkeiten und Frühberentungen einsparen könnte. 

Diese Forschungsanstrengungen wurden nun mit dem DEUTSCHEN SCHMERZPREIS ausgezeichnet.

„Hanne Albert hat mit ihrer bahnbrechenden Arbeit schmerz-medizinische Denkweisen nachhaltig verändert und eine neue Diskussionsbasis zum Verständnis von chronischen Rückenschmerzen geschaffen“, so Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin in seiner Laudatio.

Der DEUTSCHE SCHMERZPREIS – Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerzmedizin – wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich durch wissenschaftliche Arbeiten über Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Schmerzzustände verdient gemacht oder die durch ihre Arbeit oder ihr öffentliches Wirken entscheidend zum Verständnis des Problemkreises Schmerz und der davon betroffenen Patienten beigetragen haben.

Quelle:
DEUTSCHER SCHMERZ- UND PALLIATIVTAG 2017
28. Deutscher interdisziplinärer Schmerz- und Palliativkongress, Frankfurt am Main, 22. bis 35. März 2017 „Schmerzmedizin – Theorie und Praxis“

März 2017


der Umzug in die Neue Geschäftsstelle steht unmittelbar bevor

Der Umzug der Geschäftsstelle der DGzPRsport kann in Kürze stattfinden. "Wir sind sehr optimistisch, daß wir im Juni in die Neue Geschäftsstelle umziehen können. Der DGzPRsport werden in Kassel neben modernsten Therapie- und Schulungsräumen auch Büroräume zur administrativen Konzentration von Kompetenzen zur Verfügung stehen. Zum Beispiel soll eine Hotline für Verbände und Vereine eingerichtet werden, um die Kommunikationswege zu Entscheidungsträgern zu verkürzen." So Dr. Michael Claar, Vizepräsident der DGzPRsport.

 

 

januar 2017

Projekt der Leistungsbeeinflussenden trainingsschienen geht in die Umsetzung

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. W. Engelke startet die Erprobung leistungsbeeinflussender Trainingsschienen im Februar. Um die praktische Umsetzbarkeit zu erproben, werden gezielt an einigen Leistungszentren der Bundesliga die Trainingsschienen in kleiner Serie zum Einsatz kommen. Sollten sich die Erwartungen bestätigen, wird für Mitte des Jahres eine kontrollierte Studie durch die DGzPRsport aufgelegt, um die erwarteten Effekte klinisch zu untersuchen.

 

 


EFP (European Federation of Periodontology) veröffentlicht Statement zur Interdentalraumpflege

Auf der Basis klinischer Studien empfiehlt die EFP in einem Statement den Gebrauch von Interdentalraumbürstchen. Da die Wirkung des Gebrauches von Zahnseide, im Gegensatz zur Wirkung von Zwischenraumbürstchen, nicht nachgewiesen werden konnte, sollten Zwischenraumbürstchen zur Reinigung der Zahnzwischenräume Verwendung finden. Die EFP weist in ihrem Statement darauf hin, dass Zahnseide nur in begründeten Ausnahmefällen ( zu enger Zwischenraum) empfohlen werden kann.

Auf jedem Fall ist jedoch der Patient durch entsprechend qualifizierte Fachpersonal im Gebrauch der Zwischraumbürstchen zu schulen. 

Den Text des EFP-Statements ist im Bereich Mitglieder/ Download einzusehen.

Ergänzende Anmerkung / Empfehlung der DGzPRsport:

Interdentalbürstchen und deren Anwendung sollten folgende Kriterien erfüllen:

  1. Interdentalbürstchen sollten ideal in den Zahnzwischenraum passen und anatomische Konkavitäten (z.B.  approximale Einziehungen an Zähnen) erfassen.
  2. Es sollte sichergestellt sein, daß das verwendete Produkt verschiedene Größen mit sinnvoller Abstufung der Durchmesser liefern kann. Je feiner die Abstufung, desto besser sind die Durchmesser anzupassen und zu graduieren. Das ausgewählte Produkt  sollte zusätzlich alle tatsächlich vorkommenden Zwischraumgrößen abdecken (von sehr groß bis sehr klein). Die verschiedenen Durchmesser sollten farbcodiert sein.
  3. Die Durchmesser sollten für jeden Approximalraum durch qualifiziertes Fachpersonal individuell ermittelt werden. Diesbezüglich sollten kompatible Meßsonden vorhanden sein und zum Einsatz kommen.
  4. Dient ein gewendelte Draht als Träger der Borsten, muß dieser kunststoffummantelt sein, um Beschädigungen der Zahnhartsubstanz in den Zwischenräumen zu vermeiden.
  5. Der Griff sollte gut faßbar und dessen Verlängerung für weit dorsal liegende Bereiche im Einzelfall möglich sein.
  6. Der Patient sollte unter Zuhilfenahme eines für ihn nachvollziehbaren Meßprotokolls für den häuslichen Bereich durch qualifiziertes Fachpersonal in der Anwendung trainiert werden. Die Anwendung der Interdentalraumbürstchen sollte danach regelmäßig 1 mal täglich erfolgen.
  7. Die Überprüfung der Effizienz sollte in darauffolgenden Sitzungen (Recall) regelmäßig durch einen geeigneten Indikator (z.B. BOB) überprüft werden. 
  8. Durch systematische Aufklärung soll der Patient den Zusammenhang zwischen Plaque und Parodontitis / Karies erkennen und verstehen. Die Aufklärung sollte dem didaktischen Prinzip des POL (Problem Orientiertes Lernen) folgen.
  9. Unter Produkten, die den oben genannten Kriterien entsprechen, sind solche vorzuziehen, die eine flächendeckende Verfügbarkeit sicherstellen.

Claas, H., pers. Mitteilungen, Gesprächsnotiz, Jan. 2017

Oktober `16

Im Rahmen der Mitgliederversammlung im Arnulfpark im Zentrum Süd der DGzPRsport wurde am 2. Oktober die Zertifizierungsordnung  für die Erlangung der Mitgliedschaft und der Zertifizierung zum "geprüften Experten für zahnärztliche Prävention und Rehabilitation im Spitzensport" vorgestellt und beschlossen.

"Die neue Zertifizierungsordnung ist der richtige Schritt, um der hohen Anforderungen an die medizinische Betreuungsqualität von Spitzensportlern Rechnung zu tragen. Sie gewährleistet ein Höchstmaß an Innovation, Qualität und Seriosität für die zu betreuenden Patienten und ist in dieser Form beispielhaft." so der Vorsitzende des Zertifizierungsausschusses Dr. Marko Knauf (Freiburg i. Breisgau).

Die neue Zertifizierungsordnung ist im Mitgliederbereich einsehbar und als Download erhältlich.

August `16


Erstes zertifiziertes mitglied in der schweiz ernannt

 

Mit Dr. med. dent.  Judith Aufenanger M.Sc. aus Küsnacht (CH) wurde das erste Mitglied aus der Schweiz zum geprüften Experten für zahnärztliche Prävention und Rehabilitation im Spitzensport zertifiziert. 

 

Frau Dr. Aufenanger hat sich in den letzten Jahren insbesondere im Bereich der ästhetischen Rehabilitationen von Sportlern über die Schweizer Grenzen hinaus verdient gemacht. Mit unseren wissenschaftlichen Beiräten Prof. Dr. Thomas Attin (Zürich) und Prof Dr. Andreas Filippi (Basel) wird sie die qualitätsgesicherte Versorgung von Spitzensportlern in der Schweiz sicherstellen. 

 

Juni ´16

Dr. Patrick Thiele wird Mitglied der DGzPRsport.  " Wir sind sehr dankbar, einen so engagierten und profilierten Kollegen in unseren Reihen zu wissen. Durch seine jahrelange Erfahrung in der Betreuung von Spitzensportlern, seine fachlichen Qualifikationen und seine Teamfähigkeit wird er  die DGzPRsport sicher in der Umsetzung ihrer Ziele voranbringen." so der Präsident der DGzPRsport, Dr. Holger Claas. Nach erfolgter Zertifizierung des Kollegen, plane die DGzPRsport die Errichtung eines Betreuungszentrums für Nordrhein Westfalen in Dortmund unter Leitung von Dr. P Thiele.

Mai `16

Zä Eva Luise Koch wurde nach bestandener Zertifizierungsprüfung in Wolfsburg zur geprüften Expertin für zahnärztliche Prävention und Rehabilitation im Spitzensport ernannt. Mit 26 Jahren ist Eva Koch nun das jüngste zertifizierte Mitglied der DGzPRsport. Frau Kollegin Koch absolvierte Ihr Studium der Zahnmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen, wo sie im Anschluß einer einjährigen Ausbildungsassistentenzeit in der Praxis Dr. Hennies nachging. Seit 2015 ist sie mit großem Engagement in der Praxis Frese & Claas tätig. Ihre besonderen Interessenschwerpunkte liegen neben der Betreuung von Sportlern in der ästhetischen Zahnheilkunde. Frau ZÄ Koch ist innerhalb der DGzPRsport die Beauftragte des bundesweiten Zahnrettungskonzeptes.

April `16

Vortrag der DGzPRsport im leistungszentrum des VFL Wollfsburg

Der VFL Wolfsburg hat die DGzPRsport eingeladen einen Vortrag zum Thema "Leistungssteigerung durch Entzündungsreduktion" zu halten. Der Leiter des Zentrums Mitte/Nord der DGzPRsport Dr. Christian Schwetje und der Präsident der DGzPRsport Dr. Holger Claas freuen sich auf diese interessante Aufgabe.

96,4%* der Bundesbevölkerung leiden an Entzündungen im Bereich des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Diese Entzündungen bleiben in den meisten Fällen unerkannt, da sie symptomarm sind und oft eine chronische Verlaufsform nehmen. Sie beeinflussen die physische Leistungsfähigkeit des Betroffenen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung durch geeignete Konzepte, besonders im Spitzensport, Entzündungen entgegenzuwirken. Im Vortrag wird ein innovatives, sehr wirksames Präventionskonzept vorgestellt, mit dem sich dies sicher durchführen läßt.  

Der Vortrag findet am 11.5.2016 im Leistungszentrum des VFL Wolfsburg statt.

 

* Quelle:Brauckhoff G., Kocher T., Holtfreter B.et al. in: Mundgesundheit. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 47, Berlin 2009

März `16

Die DGzPRsport richtet ab 01.04.2016 eine Aussenstelle in Braunschweig ein

Als Resultat der geplanten Zusammenarbeit mit der Nachwuchsleistungszentrums des Braunschweiger Turn-und Sportverein Eintracht wird die DGzPRsport eine Aussenstelle in Braunschweig einrichten. Die Aussenstelle liegt zentrumsnah und ist gut zu erreichen. Im Bedarfsfall wird sich dort ein zertifizierter Experte der DGzPRsport nach vorheriger Vereinbarung um die zahnmedizinischen Belange der Sportler insbesondere der Fußballer des BTSV konsiliarisch kümmern.

Primäres medizinisches Wirkungsfeld der Aussenstelle wird anfänglich die nachhaltige und effektive parodontal/gingivale Entzündungsreduktion sein. Aus klinischen Studien wissen wie heute, dass die Prävalenz von gingivalen/parodontalen Entzündungen in Deutschland bei mehr als 96% liegt. Auch Spitzensportler sind von diesen Entzündungen betroffen.

Die DGzPRsport wird am anderer Stelle über die Umsetzung der antientzündlichen Präventionsmaßnahmen und deren Ergebnisse berichten.

Teamtraining und ernennung von Ila Davarpanah zum Geprüften Experten der DGzPRsport in Hamburg

Das Teamtraining der DGzPRsport befasste sich mit der wichtigen Frage, welche funktionellen Parameter des craniomandibulären Systems zu einer möglichst evidenzbasierten klinischen Beurteilung der Sportler im Sinne eines Kurzbefundes einbezogen werden sollten.   Im Rahmen der Fortbildung wurde ein neuartiges Befundungskonzept vorgestellt, das mit hoher Spezifität und Sensitivität eine sichere und schnelle Entscheidungs-hilfe über mögliche weiterführende Behandlungen liefert. Das Konzept "CMD-Check" von Priv. Doz. Dr. Ahlers (Hamburg) und Prof. Jakstat (Univ. Leipzig) stieß auf großes Interesse der Teilnehmer und wird für die Eingangsbefundung von Spitzensportlern durch die DGzPRsport impliziert.

Im Anschluss an das Teamtraining wurde der Kollege Ila Davarpanah aus Hanau zum Geprüften Experten für zahnärztliche Prävention und Rehabilitation im Spitzensport ernannt. Das Bild zeigt v.l.n.r. Dr. Michael Claar, Vizepräsident der DGzPRsport, ZA Ila Davarpanah, Hanau und den Pressesprecher Dr. Marc Hausamen, München.

 

Vorstandssitzung der DGzPRsport in Hamburg

Durch die Vorstandssitzung wurden wichtige strategische Entscheidungen für die Zukunft der Gesellschaft getroffen. Neben administrativen Fragestellungen beschloss der Vorstand einstimmig die Geschäftsstelle im Frühjahr 2017 in die Räumlichkeiten der neuen Praxisklinik Claar & Kollegen an die Druseltalstraße nach Kassel zu verlegen. Neben Fortbildungsräumen wird die Klinik in vielen Bereichen instrumentell und konzeptionell auf die besonderen Bedürfnisse von Spitzensportlern ausgerichtet sein. Weiter wurde beschlossen ein "Curriculum Sportphysiotherapie für Zahnärzte" bei Bedarf aufzulegen. Neben der Geschäftsstelle wird das Gebäude auch das Zentrum Mitte beherbergen. Die neue Geschäftsstelle und das Zentrum Mitte der DGzPRsport liegen sehr verkehrsgünstig und sind problemlos über die Autobahnen A7 und A2 , den ICE-Bahnhof Kassel Wilhelmshöhe sowie den Flughafen Kassel-Caiden zu erreichen.

 

Februar ´16

Fortbildung Funktionsdiagnostik und -Therapie bei Spitzensportlern in Hamburg

Für Mitglieder der DGzPRsport und interessierte Kollegen findet am So., d. 28. Februar eine Fortbildung mit dem Thema:

"Wieviel Funktion muß sein? Evidenzbasierte Funktionsdiagnostik und Therapie bei Spitzensportlern." in der Hansestadt Hamburg statt. Referent ist Prof Ulrich Lotzmann, Philipps- Universität  Marburg. Prof. Dr. Lotzmann ist auf dem Gebiet der Funktionsdiagnostik und Therapie ein vielfach ausgezeichneter Hochschullehrer. Er ist in zahlreichen wissenschaftlichen Verbänden aktiv und ein international gefragter Referent. Wir freuen uns, ihn für die Vortragsveranstaltung gewonnen zu haben.

Bei Interesse fordern Sie bitte die Fortbildungsunterlagen über Email an.

Prof. Dr. U. Lotzmann, Marburg
Prof. Dr. U. Lotzmann, Marburg

Dezember ´15

PRÄVENTIONSAWARD 2016

Aufgrund der sehr hohen Resonanz und des großen Erfolges beginnt in 2016 die Annahme der Unterlagen für den Prävention-Award 2016 schon im Mai 2016. Interessierte Praxen senden Ihre Unterlagen bitte an die Geschäftsstelle der DGzPRsport. Einsendeschluß ist der 30. 06.2016.


Die erforderlichen Unterlagen bestehen aus: 

  1. Beschreibung des Präventionskonzeptes
  2. Nachweis der Zertifizierung/Auditierung
  3. Die Dokumentation des Präventionserfolges von 50 anonymisierten Patientenfällen. Als zu dokumentierender Index wird der BOB erhoben.

Oktober ´15

Am 3.Oktober wurde der diesjährige Präventions-Award der DGzPRsport in München durch den Pressesprecher der DGzPRsport Dr. Marc Hausamen überreicht. Die Gewinner zeichneten sich durch die besonders effektive Umsetzung und Organisation ihres Präventionskonzeptes aus. Hierzu wurden anonymisierte Behandlungsdaten durch die Jury ausgewertet, die die Wirksamkeit der Konzepte dokumentierten.

 

Aus der Begründung der Jury:

 

"Die Siegerpraxis hat sich in beispielhafter Weise und wegweisend erfolgreich um die Verbesserung des Mundgesundheitszustandes ihrer Patienten bemüht. Der Erfolg der Präventionsmaßnahmen wurde dokumentiert, nachgewiesen und geprüft. Das praktizierte Präventionskonzept ist zertifiziert, ursachenorientiert, didaktisch sinnvoll und klar strukturiert. Die Durchführung der Präventionsmaßnahmen ist für den Patienten von großem medizinischem Nutzen und führt nachhaltig zu einer deutlichen Verbesserung des Mundgesundheitszustandes."

 

Ausgezeichnet wurden:

 

Praxis Knauf. Kollegen, Freiburg i. Breisgau,  Sieger Baden-Württemberg

Zahnärztliche Gesundheitspraxis Frese & Claas, Sieger Hessen

 


Dr. Marko Knauf , Freiburg i. Breisgau (rechts im Bild) erhält durch den Pressesprecher der DGzPRsport Dr. Marc Hausamen den Prevention-Award 2015


September `15

Präventions-Award

Entzündungsfreie, gesunde Verhältnisse in der Mundhöhle sind für Spitzensportler besonders wichtig. Daher hat sich die DGzPRsport entschlossen, einen Prävention-Award auszuloben. Interessierte Praxen müssen den Nachweis einer effizienten Umsetzung ihrer Präventionsmaßnahmen erbringen. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die klinische Wirksamkeit im Sinne einer effektiven Entzündungsreduktion bei den betreuten Patienten gelegt. Interessierte Praxen haben den schriftlichen Nachweis der Entzündungsreduktion in 50 Patientenfällen zu erbringen und ihr Konzept und die Präventionsmethodik darzustellen. Als Parameter soll der BOB-Index erhoben werden. Die Unterlagen sind an die Geschäftstelle mit dem Vermerk `Award`zu senden.

Der Award wird dann am 3. Oktober in München verliehen.

August ´15

Weiterbildung Sportphysiotherapie

Die DGzPRsport plant im kommenden Jahr seine Mitglieder im Bereich Sportphysiotherapie weiterzubilden, da fachübergreifende Kenntnisse von unmittelbarem Nutzen für unsere Patienten wären. Immer wieder tangiert der Zahnarzt mit seiner Therapie Bereiche  anderer Fachdisziplinen.  Exemplarisch sei an dieser Stelle die Therapie der craniomandibulären Dysfunktion genannt. Hier ist oft neben der zahnärztlichen Qualifikation der effiziente, reibungsarme fachübergreifende Ansatz der Therapie in Zusammenarbeit mit der Physiotherapie/ Sportphysiotherapie entscheidend. Daher sollte auch der Zahnarzt gute Kenntnisse in diesem Bereich besitzen. Sie erleichtern die Durchführung der fachübergreifenden Therapie  zu koordinieren und führt so zu besseren therapeutischen Ergebnissen.

Geplant ist die Teilnahme an einem vom DOSB (Deutschen Olympischer Sportbund) anerkannten Lehrgang. Im Anschluß können sich die Mitglieder durch einem entsprechend autorisierten Prüfer für Sportphysiotherapie prüfen lassen und nach erfolgreicher Prüfung die Bezeichnung:" sportphysiotherapeutisch weitergebildeter Zahnarzt der DGzPRsport"  führen.  Es sei an dieser Stelle klargestellt, dass der Lehrgang jedoch keine Ausbildung zum Sportphysiotherapeuten darstellt!

Erste Gespräche mit autorisierten Fortbildungsinstituten finden ab September statt.

juli `15

einschätzung zum Einfluß parodontalpathogener Keime auf die physische Leistungsfähigkeit

Stellungnahme durch Priv.Doz.MSC. Dr. Dirk Ziebolz, Univ. Leipzig

 

Entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Gingivitis und Parodontitis) gehören mit einer Prävalenz von 80–90% zu den weltweit am meisten verbreiteten Erkrankungen. Primäre Ursache ist die mikrobielle Besiedelung der Mundhöhle mit Biofilmen aus verschiedenen pathogenen Bakterien. Darüber hinaus ist die Ätiologie und Pathogenese jedoch multifaktoriell und wird durch ein komplexes Zusammenspiel angeborener, erworbener und verhaltensbedingter Faktoren, so genannter Risikofaktoren, sowie genetischer Faktoren determiniert. Hierbei zeigen viele systemische Erkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus, orale Symptome und können den Verlauf einer Parodontitis negativ beeinflussen. 

 

Auf der anderen Seite stellt die Mundhöhle eine Eintrittspforte für Mikroorganismen in den Blutkreislauf dar. Entzündungen im Bereich der Mundhöhle können daher im Sinne einer („chronisch-rezidivierenden“) Bakteriämie Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit und auch auf die physische Leistungs-fähigkeit haben, in dem sie im Weiteren eine entsprechende körpereigene Abwehrreaktion hervorrufen. So zeigen Patienten mit mittelschwerer und schwerer Parodontitis einen erhöhten Spiegel von Entzündungsparametern im Blutserum, wie z.B. C-reativen Proteins (CRP); auch in Blutkulturen lassen sich vermehrt parodontopathogene Bakterien, wie z.B. Porphyromonas gingivalis nachweisen. 

Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sich orale Mikroorganismen über die Mundhöhle hinaus im gesamten Körper, abhängig vom oralen Gesundheitszustand befinden und ausbreiten sowie im Weiteren eine entsprechende körpereigene Abwehrreaktion hervorrufen können. So beschreiben Ergebnisse epidemiologischer Untersuchungen einen gesicherten Zusammenhang zwischen verschiedenen Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus, koronaren Herzerkrankungen, Myokardinfarkt, Schlaganfall, rheumatischen Erkrankungen, Schwangerschaftsrisiken, Atemwegsinfektionen und entzündlichen Erkrankungen der Mundhöhle. Bislang konnte jedoch noch nicht ausreichend bzw. eindeutig geklärt werden, ob das gemeinsame Auftreten oraler und allgemeiner Erkrankungen kausal oder koinzidentiell ist. Allerdings mehren sich die Hinweise darauf, dass Parodontitis als verursachender oder zumindest modulierender Faktor für verschiedene Krankheiten in Frage kommt. 

Entsprechend der oben aufgeführten Mechanismen und bekannten Zusammenhänge gibt es erste Hinweise darauf, dass Entzündungen in der Mundhöhle die Leistungsfähigkeit, u.a. von Spitzensportlern, negativ beeinflussen können.

 

Anmerkung: Entsprechende wissenschaftliche Quellen zu diesem Thema können auf dieser Webseite unter Mitglieder/Downloads eingesehen/heruntergeladen werden.

Juni `15

Neuer wissenschaftlicher Beirat Prof. Dr. Dr. W. Engelke

Der Vorstand der DGzPRsport freut sich über das gewonnene Engagement von Prof. Dr.Dr. Wilfried Engelke als wissenschaftlichen Beirat für Oralchirurgie und fachübergreifende Fragestellungen aus dem Bereich der Hals-/ Nasen-/ und Ohrenheilkunde.

Insbesondere aufgrund seiner umfangreichen, aktuellen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der obstruktiven Dispnoe erwarten wir durch Prof. Engelke einen zusätzlichen Nutzen für die durch die DGzPRsport betreuten Sportler und Teamärzte. Denn eine optimale  Atemfunktion und funktionsoptimierte Atemwege sind essentiell für physische Spitzenleistungen.

 

Vita unter Mitglieder / Aktuelles

 

DGzPRsport...more than a step ahead!